Life Coaching = Ein anderer Blickwinkel

Unser Körper setzt in seiner ganz eigenen Sprache das um, was in unserem Denken vorherrscht, welche Energie vorhanden ist, welche Ängste regieren und welche Programme wir leben.

Verbale Sprache ist nur ein kleiner Teil der Kommunikation:
Mehr als 50 % Körpersprache - 7 % Inhalt unserer Worte 

Jede kleinste Geste und Bewegung, jeder Gedanke, jedes Gefühl ist eine Information , die entsprechendes Verhalten nach sich zieht.

„Kopfkino ausschalten“ = Voraussetzung für mentale Kommunikation

Positive Energie schafft ein Vertrauensverhältnis, beseitigt Schwellenängste und öffnet das Unterbewusstsein für
anstehende Erkenntnisse. 

Versuchen Sie es.

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Ein Beispiel von vielen sagt mehr als 1000 Worte

...vor knapp 20 Jahren

Lena (Name geändert), ein elfjähriges, sehr introvertiertes Mädchen mit autistischen Verhaltensstrukturen hat schon verschiedene Therapien und endlose Sitzungen bei Ärzten und Selbsthilfegruppen ohne nennenswerte Erfolge hinter sich gebracht. Ihre Mutter wollte nun etwas Anderes ausprobieren. Da die nötigen Finanzmittel für eine Delfintherapie in Florida fehlten, kontaktierte sie mich, als einen im Volksmund genannter „Pferdeflüsterer“, mit der Idee ihr Kind und das Wesen Pferd, statt eines Delfins, zusammenzubringen.

Der Versuch begann in einem so genannten „Round-Pen“, einer geschlossenen Halle in Form eines Zirkels mit ca. 19 m Durchmesser. Unter kritischer Beobachtung von außen begannen Lena und das Pferd oder besser – das Pferd und Lena - sich einander anzunähern, miteinander zu kommunizieren.

Um diese Kommunikation mit dem Pferd herzustellen, musste Lena sich öffnen, die stummen Signale des Pferdes wahrnehmen und dabei auf ihre eigene Körpersprache achten. Da Pferde sehr sensibel auf Körperbewegungen, Körpersprache reagieren, entsteht eine Verständigung auf einer nonverbalen Ebene.

„Wie funktioniert das?“ Diese Frage stellen sich Betroffene und Therapeuten zu Recht, doch rein wissenschaftlich ist sie derzeit sehr schwer zu beantworten. Es gibt Versuche und Projekte, aber keine dies betreffenden Langzeitstudien.

Fakt ist, dass Tiere, vor allem Pferde, auf Grund ihres ausgeprägten Sozialverhaltens als Herdentiere, generell eine positive Faszination auf Menschen ausüben und einen besonderen Zugang zu verhaltensgestörten oder autistischen Menschen haben. Dieser besondere Zugang zeigt sich durch die sensible Reaktion des Pferdes auf Gesten, Gefühle und den stummen Ausdruck von z.B. Autisten. Pferde kommunizieren nonverbal, sie achten auf die Körperhaltung und sind empfänglich für unmittelbare, unbewusste Reaktionen und Gefühle. Sie reagieren direkt auf eine Person, die sich ihnen nähert und dies bringt den Menschen dazu, auf die Reaktion des Pferdes wieder zu reagieren – bewusst oder unbewusst. Dadurch wird speziell bei Autisten das Wechselspiel mit der Umwelt trainiert und zwar auf die denkbar sanfteste Weise; nämlich durch Freiwilligkeit. Das Pferd wird immer wieder versuchen den Kontakt aufzunehmen, es hat keine Vorurteile, ist nicht beleidigt oder gestresst und setzt keine Reaktion voraus. Es ist geduldig, wenn dieser Kontakt beim ersten, zweiten oder dritten Mal nicht zustande kommt und solange das Pferd selbst keine negative Erfahrung mit einer menschlichen Reaktion macht, wird es immer wieder versuchen einen Kontakt herzustellen.

Nach sechs Monaten mit unterschiedlichen wöchentlichen Trainingseinheiten durchlief Lena verschiedene Entwicklungsstadien. Sie hat mit dem Pferd kommuniziert, zuerst nonverbal, aber dennoch erfolgreich, denn das Pferd hat nicht mehr erwartet. Lenas zunehmende Kommunikationsversuche wurden immer positiv belohnt, sie bekam Aufmerksamkeit und Bestätigung. Daraus resultierte der Mut, ein so großes Tier zu berühren. Und als Lena anfing mit dem Pferd zu sprechen, ihm Dinge zu erzählen und anzuvertrauen, hat Lenas Familie außerhalb des Roundpens vieles über Lenas Persönlichkeit erfahren, was ihnen bisher verborgen geblieben war. Heute reitet Lena das Pferd. Sie ist in der Lage ihre Umwelt wahr- und vor allem aufzunehmen und angemessen auf äußere Reize zu reagieren. Und sie hat den ersten Freund in ihrem Leben gefunden. Wenn wir diese Geduld, diese Sanftmut und alle anderen positiven Eigenschaften der Pferde nutzen um die innere Welt dieser Kinder zu öffnen, sind wir einen großen Schritt weitergekommen.


 

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